Unterschied beim Geständnis eines Seitensprungs: Frauen und Männer gehen anders damit um.Irgendwie haben wir es ja schon gewusst: Frauen und Männer funktonieren anders. Auch bei den Seitensprung Gründen liegen ja meist andere Motive zugrunde.

Nun hat sich ein Wissenschaftler der Sache angenommen und versucht zu ermitteln, wie Frauen und Männer auf ein Geständnis eines Seitensprungs durch ihren Partner reagieren. Das Ergebnis: Ganz anders.

Bei der Ermittlung des Ergebnisses seiner Studie konnte Barry X. Kuhle, Assistenzprofessor in Psychologie an der Universität von Scranton, Pennsilvynia, allerdings schlecht auf echte Geständnisse zurückgreifen. Die Chance, von einem Seitenspringer zu diesem doch recht privaten und meist unplanbaren „Event“ eingeladen zu werden ist doch recht gering. („Du Schatz, ich muss Dir was sagen. Stört es Dich, wenn der Professor dabei ist?„)

Als probate Hilfskrücke erwies sich die in den U.S.A. (und auch hierzulande) laufende Fernsehserie „Cheaters„. In dieser Serie können Menschen, die vermuten von Ihrem Partner betrogen zu werden, ein Detektivteam auf den vermeintlich untreuen Partner ansetzen und diesen so überführen lassen. Die Investigation und die abschliessende Beweisführung und Konfrontation der beiden Partner während des Seitensprungs im Fernsehen bildet das Grundgerüst der Sendung, die immer gleich abläuft.

Da es sich bei den gezeigten Fällen um echte Ermittlungen handelt und gegen Ende die beteiligten Parteien getrennt interviewt werden, wurde diese Serie als empirische Grundlage zur Forschung von Barry X. Kuhle verwendet.

Das Ergebnis der Studie förderte nun gravierende Unterschiede in der Bewertung eines Seitensprungs durch den jeweils betrogenen Partner zu Tage: Während die Männern sich zu 57% aller Fälle auf die sexuellen Aspekte der Untreue beziehen interessierten 71% der Frauen die Vorgänge auf Gefühlsebene, die während einer Seitensprung-Beziehung beim Partner stattfanden.

Das Forscher-Team versuchte diese Vorgänge mit den über lange Zeit und über Generationen erlernten Verhaltensmustern zu erklären:

Männer waren früher verstärkt mit der Versorgung der Familie beschäftigt und damit ausser Haus. In dieser Zeit hatten diese keine Kontrolle über die Frau und mussten Angst haben, ein Kuckucks-Kind untergeschoben zu bekommen. Daher galt es den Seitensprung an sich zu verhindern: Der Akt selbst war das Problem, denn die Frau war ja meist zuhause und materiell abhängig vom Mann.

Die Frau hingegen musste Angst haben, den Ernährer der Familie zu verlieren, wenn sich dieser ausserhalb verliebte und so eine neue emotionale Bindung einging. Deswegen messen Frauen den Schaden eines Seitensprungs an der Beziehung eher über den Grad der emotionalen Beteiligung und Männer eher über die Qualität und Quantität des Sexualaktes an sich.

Den Bericht über die Studie finden Sie übrigens hier: http://today.msnbc.msn.com/id/44509918/ns/today-today_health/

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Foto : © Peter Atkins – Fotolia.com

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