Seitensprung und Ehebruch sind zwei verschiedene Dinge. Ein Seitensprung ist eine einmalige oder auch mehrmalige Angelegenheit, die im Stillen ausgetragen wird. Der Ehebruch dagegen ist eine relativ öffentlich ausgelebte sexuelle Beziehung, die auch von der Gesellschaft nicht geduldet wird, und sogar rechtliche Folgen nach sich ziehen kann.

Und zwar nicht nur die einer Vaterschaft. Zum Beispiel konnte der Ehebruch noch Anfang des 20. Jahrhunderts mit Gefängnis oder Peitschenhieben bestraft werden.

Nebeneheliche Beziehungen werden auch nicht als Seitensprung gehandelt, da sie rechtmäßige sexuelle Beziehungen sind.
Diese Beziehungen können zum Beispiel dem Zeugungsakt dienen oder einem Partnertausch. Sie können aber auch recht dauerhaft sein, wenn einer der Ehepartner oder gar beide ein Konkubinat haben. Doch zurück zum Seitensprung.

Während in den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts wahrscheinlich nicht weniger Seitensprünge als heute stattfanden, wurden sie doch erfolgreich unter den Tisch gekehrt, da Ehepaare unter allen Umständen das Bild der „heilen Welt“ aufrecht erhalten wollten, ganz besonders das der harmonischen Ehe.
Deshalb schwiegen die Ehefrauen oftmals gedemütigt zu den Seitensprüngen ihrer Männer.
Das lag zum großen Teil an der patriarchischen Erziehung, die die Frauen damals genossen.
Demnach hatte eine gute Frau ihrem Mann unbedingt Gehorsam zu leisten und ihm alle seine Wünsche zu erfüllen, war doch der Mann der Ernährer der Familie, und damit standen ihm gewisse Freiheiten zu.

Der Moralwandel ermöglicht den offenen Seitensprung >>

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.

Trackback URI |