Die Probleme mit dem Seitensprung heute.

Heutzutage findet in gewissen Bereichen wieder eine Rück-Entwicklung und Besinnung auf eher traditionelle Werte in der Partnerschaft statt.

Während der Ausdruck wilde Ehe so gut wie nicht mehr gebraucht wird, sind Lebensgemeinschaften ganz normal, und auch die Tatsache, dass man sich nach einiger Zeit mehr oder weniger einvernehmlich wieder trennt.
Der Ausdruck Lebensabschnittsgefährte zeigt an, dass die Partner gar nicht daran denken, sich für immer zu binden, sondern immer nur für eine gewisse Zeit.

Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb gab es selten so viele Seitensprünge wie heute. Und wieder sind es mehrheitlich die Frauen, die fürchten ihre Partner an den flüchtigen Seitensprung-Kontakt zu verlieren.
Denn wo ein rein sexueller Kontakt als nichtig abgetan wird, vor allem wenn es nicht zu oft vorkommt, fürchten viele, dass ihr Partner sich emotional an den Seitensprung binden könnte.
Deshalb werden von ihnen die rein sexuellen Kontakte ignoriert, es geht sogar so weit, dass einige Frauen sagen:  „Mir ist es lieber mein Mann geht in ein Bordell, als woanders hin, denn da bezahlt er eine Dienstleistung, außer Hormonen ist nichts im Spiel. Und solange er sich schützt und zu mir zurückkommt, ist das akzeptabel“.

Diese Aussage hätte noch vor 20 oder 30 Jahren für einen Aufruhr gesorgt, heute ist wie schon gesagt, der rein sexuelle Seitensprung mehr oder weniger gesllschaftlich akzeptiert.
Allerdings fürchten nicht nur die Frauen einen Seitensprung. Denn es ist heute sehr leicht, einem Mann die Vaterschaft nachzuweisen. So kommen ungewollte Kinder ans Licht, die Ehen zerrütten können, und natürlich können auch die Väter ihren Ehefrauen Kuckuckskinder nachweisen. Solche „Fehltritte“ werden nur in den allerwenigsten Fällen verziehen.

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