Soll ja passieren: Mann erwischt Frau beim Seitensprung und zieht daraus die Konsequenzen. Trennung, Herzschmerz – das volle Programm.
Dumm für den untreuen Partner, wenn die Ehe bis anhin recht gut funktioniert hat und der betrogene Partner keinen Grund hatte, eine Abkehr vom bestehenden Partner anzunehmen: Es ist in dem Fall möglich, das der Anspruch auf den sogenannten Trennungsunterhalt gemindert wird oder im Extremfall sogar erlischt.

Das deutsche Oberlandesgericht in Zweibrücken hob unter dem Aktenzeichen 2 UF 102/08 den Anspruch auf Trennungsunterhalt auf, weil die Ehefrau trotz neunjähriger Zwangsenthaltsamkeit in der Ehe eine „aussereheliche Affäre“ eingegangen war. Den Richtern zufolge ist eine Insanspruchnahme (auf Unterhalt) des Ehegattens grob unbillig, weil die Ehefrau aus einer „intakten Ehe“ ausgebrochen war. Ausbleibender Sex allein dürfe der Annahme einer intakten Ehe nicht entgegenstehen.

So. Da ham‘ wir’s wieder:

Der Moralinpegel erreicht seinen (vorläufigen) Höhepunkt und die Rückkehr der Rechtsprechung in die dunkelsten Zeiten des Familienrechts der 60’er Jahre schreitet munter voran. 1976 wurde das Schuldprinzip abgeschafft, das bis anhin feststellte, welcher Teil einer Ehegemeinschaft denn nun „schuldig“ am scheitern einer Beziehung war und welcher Teil dafür entschädigt werden sollte.

Allerdings hat es das Schuldprinzip durch Hochrichterliche Urteile wie das oben beschriebene, quasi durch die Hintertür, wieder geschafft Fuss zu fassen.
Die in dem Fall „untreue“ Ehefrau soll also nun dafür büssen, das Sie – der biologischen Notwendigkeit folgend – einen Ausgleich auf die körperliche Lieblosigkeit ihres Ehemannes gesucht und gefunden hat.

Mehr zum Thema gibt es im Netz unter anderem hier:

Für den Fall, das Sie in einer Affäre stehen und sich nun Gedanken darüber machen, wie Sie diese am besten Verschleiern oder aus dieser wieder rauskommen, finden Sie vielleicht hier mehr Input:

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben