So ein „Ich-kann-alles-ausser-toasten“ Handy gehört ja mittlerweile in vielen Kreisen zum guten Ton. Welche Gefahren gehen denn beim amourösen Stelldichein, bei der Zweitbeziehung oder beim Seitensprung von der Kombination „Misstrauischer Partner“ und „Super-Duper-Handy“ aus?

Partner, die heimlich die ein- und ausgehenden SMS Lesen oder sich durch die Ruflisten des Handys wühlen um Indizien auf einen Seitensprung zu finden sollten ja beim gewieften und informierten Seitenspringer keine schlaflosen Nächte mehr hervorrufen.

Aber wie ist es denn mit so „genialen“ Zusatzfunktionen wie dem in immer mehr Handys zu findenden GPS-Empfängern? Welche Möglichkeiten bieten diese neuen Smartphones von HTC, Apple und Co. zum unbemerkten Überwachen des Partners?

Handyortungsdienste gibt es ja schon länger. Diese haben aber den „Nachteil“ zunächst einmal von zu überwachenden Handy aus aktiviert zu werden und recht ungenau zu arbeiten. Denn die Ortung des Handys hängt von der Anzahl und der Dichte der das Handy umgebenden Funkzellen ab. Je mehr Funkzellen und je dichter das Netz, desto genauer ist die Ortung des Handys. Im besten Fall beträgt die Genauigkeit bei der Funkzellenortung eines Handys aber lediglich ein paar hundert Meter.

Neuere Modelle bringen den GPS-Empfänger, der eine auf ca. 5 Meter genaue Ortung des Gerätes zulässt, gleich mit. Dazu sind die modernen GPS-Chipsätze so empfindlich, das teilweise sogar in Gebäuden eine eingermassen gute Ortung möglich ist.

Und wie kommt der misstrauische Gatte nun an die Daten?
Stand-Alone GPS Empfänger haben in Ihrer Software in der Regel eine Tracking-Funktion eingebaut. Dabei werden in Intervallen von z.B. 10 Sekunden die Positionsmessungen im Speicher abgelegt und können später auf einer Karte auf den Meter genau inkl. Angabe des sekundengenauen Zeitpunktes des Aufenthaltes dort dargestellt werden.
Handys können das per Standard (noch) nicht. Der misstrauische Gatte oder die Gattin muss diese Funktion dem Handy also beibringen und dafür sorgen, das die Ortung vom Handyträger unbemerkt durchgeführt wird.

Und das ist der Grund, warum das iPhone das bessere Handy für den Seitensprung ist. Es sieht nicht nur besser aus, als die meisten Windows oder Symbian Vertreter. Es verbietet nämlich per Richtline, das Software, die vom Benutzer gestartet wurde, unbemerkt im Hintergrund weiter ausgeführt wird. Wenn auf dem Home-Button geklickt wird, wird eine Benutzersoftware die z.B. aus dem AppStore heruntergeladen wurde, nicht weiter ausgeführt und beendet.

Bei Windows-basierten Handys wie den Geräten von HTC kann jedoch frei verfügbare Software aus dem Internet heruntergeladen werden. Software wie z.B. Garmin Mobile XT ermöglicht dann zuhause das bequeme Nachverfolgen der Aufenthaltsortes. Dazu kommen noch Sicherheitsrisiken wie z.B. die unspektakulär klingende Funktion „automatische Rufannahme“. In Verbindung mit einer auf ein Benutzer-Profil abgestimmten Stummschaltung des Handys hat man damit eine veritabe, fernaktivierbare Wanze in der Jackentasche.

Und darum ist das iPhone nicht nur das schönere, sondern auch das bessere Handy. Zumindest für Leute, die sich aus welchen Gründen auch immer, ganz sicher nicht „tracken“ lassen möchten.

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